Update: Rheinbrücke Flehe
09. März 2026
Vorzugsvariante der Trassierung verkündet
Ein wichtiger Meilenstein im Projekt Rheinbrücke Flehe ist erreicht: Am 11. Februar 2026 wurde die Trassenvariante V1.3 als Vorzugsvariante für den Ersatzneubau der Brücke bekannt gegeben. Seit April 2023 ist SSF in einer Ingenieurgemeinschaft mit der Vorplanung beauftragt. In diesem Rahmen wurden mehrere Trassenvarianten über den Rhein sowie eine Tunnelvariante untersucht und anhand technischer, umweltbezogener und genehmigungsrechtlicher Kriterien bewertet.
Die Vorzugslösung sieht vor, zunächst das erste Teilbauwerk der neuen Brücke auf temporären Unterbauten neben der bestehenden Brücke zu errichten. Nach dem Rückbau des Bestandsbauwerks werden die endgültigen Unterbauten sowie der zweite Überbau hergestellt. Anschließend wird das erste Teilbauwerk in seine Endlage querverschoben, sodass sich die neue Brücke am Ende etwa in der Lage der heutigen Brücke befindet.
Eine besondere Herausforderung stellte neben den auf Neusser Seite gelegenen FFH-, Natur- und Landschaftsschutzgebieten vor allem der Umgang mit den Wasserschutzzonen beidseits des Rheins dar. Direkt neben der bestehenden Brücke befindet sich ein Trinkwasserbrunnen der Städte Neuss und Düsseldorf in der streng geschützten Wasserschutzzone I, in der nicht gebaut werden darf. Auch eine weiter östlich gelegene Variante, die auf Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger untersucht wurde und die Wasserschutzzone überspannt hätte, erwies sich nach Abstimmung mit der zuständigen Arbeitsgruppe zur RiStWag als nicht genehmigungsfähig.
Für das Projekt hat die Autobahn GmbH des Bundes einen interaktiven Projektatlas eingerichtet, über den sich die verschiedenen Trassenvarianten visualisieren und Schutzgebiete ein- und ausblenden lassen. Die Plattform diente insbesondere dem Bürgerdialog: Interessierte konnten direkt auf der Karte Hinweise und Fragen zum Projekt platzieren.
Zum Projektatlas.