Spektakulärer Meilenstein an der Rader Hochbrücke

20. Juli 2026

Mittelsegment erfolgreich über dem Nord-Ostsee-Kanal eingehoben

Ein besonderer Moment für den Ersatzneubau der Rader Hochbrücke: Mitte Juli wurde das 118 Meter lange und 1250 Tonnen schwere Mittelsegment der neuen Brücke erfolgreich über dem Nord-Ostsee-Kanal eingehoben und in seine endgültige Position gebracht. Damit ist die letzte große Lücke im Stahlüberbau des ersten Teilbauwerks geschlossen – ein weiterer bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung der neuen A7-Querung.

Der Einbau des Mittelsegments erforderte eine präzise abgestimmte logistische und ingenieurtechnische Meisterleistung. Zunächst wurde das 1.250 Tonnen schwere, 18.8 Meter breite und 6,30 Meter hohe Bauteil im Hafen von Rendsburg auf ein Ponton aufgefahren. Anschließend begann die rund 8 km lange Fahrt über den Nord-Ostsee-Kanal zur Einbaustelle. Dort wurde das Ponton millimetergenau eingedreht und mithilfe von Verholseilen in Position gehalten.

Nach dem exakten Positionieren folgte der spektakulärste Abschnitt der Arbeiten: Das Mittelsegment wurde mittels sogenannten Litzenhebern langsam angehoben und zwischen den bereits fertiggestellten Brückenteilen positioniert.

Der Einhub markiert einen Höhepunkt der Bauausführung und zeigt eindrucksvoll die Dimensionen des Projekts. Die neue Rader Hochbrücke wird künftig die A7 über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge führen. Mit einer Gesamtlänge von rund 1.500 Metern und einer Hauptstützweite von 224 Metern wird hier eines der bedeutendsten Brückenbauprojekte Deutschlands realisiert.

SSF Ingenieure ist in einer INGE für die Planung des Ersatzneubaus verantwortlich. Nach dem erfolgreichen Einbau des Mittelsegments rückt die Fertigstellung des ersten Teilbauwerks einen weiteren entscheidenden Schritt näher.