Nagerlbrücke im Bayerischen Wald

Nagerlbrücke im Bayerischen Wald

08. Juli 2026

Meilenstein beim Ersatzneubau erreicht

Ein wichtiger Schritt beim Ersatzneubau der Nagerlbrücke im Bayerischen Wald ist geschafft: Ende Juni 2026 wurde der neue Stahlüberbau erfolgreich montiert. Die drei vormontierten Großbauteile des rund 120 Meter langen Überbaus wurden am 29. und 30. Juni auf die neu errichteten Pfeiler neben der bestehenden Brücke eingehoben. Nach der Montage der beiden Randfelder am ersten Tag folgte am 30. Juni der Einhub des rund 480 Tonnen schweren Mittelsegments mit einem 1.000-Tonnen-Raupenkran. Bauherr, Planer und Pressevertreter begleiteten die anspruchsvollen Arbeiten vor Ort.

Die bestehende Nagerlbrücke wurde 1877 errichtet und überspannt den Schwarzen Regen mit einer Stützweite von 72 Metern. Der genietete Stahlfachwerküberbau ruht auf massiven Widerlagern und wird nun durch einen modernen Ersatzneubau in gleicher Trasse ersetzt.

Die neue dreifeldrige Stahlfachwerkbrücke mit veränderlicher Konstruktionshöhe hat Stützweiten von 28, 64 und 28 Metern. Der elegante Verlauf der Fachwerkuntergurte fügt sich harmonisch in das Tal des Schwarzen Regens ein. Gleichzeitig ermöglichen kleinere Widerlager eine deutlich zurückhaltendere Einbindung in die Landschaft.

Das Tragwerkskonzept wurde so entwickelt, dass die Eingriffe in den Bahnbetrieb und die sensible Umgebung des Schwarzen Regens möglichst gering bleiben. Der neue Überbau wird neben der bestehenden Bahntrasse montiert und in einer Sperrpause gemeinsam mit den Pfeilern in seine endgültige Lage verschoben. Der Zugverkehr kann bis dahin über die bestehende Brücke aufrechterhalten werden.

Die Nagerlbrücke ist Teil eines Pakets aus drei Talbrücken auf der Strecke Landshut – Bayerisch Eisenstein. Auch die Ohetalbrücke und die Deffernikbrücke werden durch SSF Ingenieure geplant.

260707 Projekte 01 Nagerlbrücke Ansicht Alt Und Neu

Planansicht altes und neues Bauwerk