Inbetriebnahme Eisenbahnüberführung in Königs Wusterhausen
04. Dezember 2025
Mehr Leistungsfähigkeit für Regional- und Güterverkehr
Die umfassenden Ausbauarbeiten am Bahnhof Königs Wusterhausen sind erfolgreich abgeschlossen. Mit neuen Weichen, zusätzlichen Gleisanlagen und erweiterten Fahrmöglichkeiten im Nord- und Südbereich wurde ein wichtiger Engpass im Bahnnetz Brandenburgs beseitigt. Auch die Brücke am Nottekanal wird zurzeit noch verbreitert, sodass künftig parallele Fahrten von und nach Berlin möglich sind.
Ein zentraler Bestandteil des Gesamtprojekts war der Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung über die Storkower Straße. Die alte Brücke erfüllte die gestiegenen Anforderungen nicht mehr, daher entstand seitlich ein neues Rahmenbauwerk, das anschließend in seine Endlage eingeschoben wurde. Der Tunnelbereich wurde dabei deutlich erweitert und bietet nun Platz für Gehwege auf beiden Seiten – die frühere Personenunterführung war damit nicht mehr erforderlich.
Durch eine Absenkung der Straße sowie die schlankere Bauweise des neuen Bauwerks konnte eine Durchfahrtshöhe von 3,7 Metern erzielt werden, obwohl die Brückenhöhe im Wesentlichen gleichblieb. Zusätzlich wurden die örtlichen Gegebenheiten – darunter der bestehende Kreisverkehr und der Busbahnhof – in die Planung integriert. Ergänzend entstand östlich der Brücke ein weiterer Kreisverkehr, der die Verkehrsführung nachhaltig verbessert.
Dank der höheren Tragfähigkeit der neuen EÜ profitieren auch die Güterverkehrsverbindungen. Während der Bauzeit kamen Hilfsbrücken zum Einsatz, um die Einschränkungen im Zugbetrieb so gering wie möglich zu halten.
Mit Abschluss des Projekts steht Reisenden und dem Güterverkehr nun eine deutlich stabilere, leistungsfähigere und zukunftssichere Infrastruktur zur Verfügung.