Inbetriebnahme der Dresdner Bahn

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17. Dezember 2025

Ein Meilenstein für den Schienenverkehr im Süden Berlins und die Verbindung nach Dresden

Am 13. Dezember 2025 wurde die Dresdner Bahn in Betrieb genommen. Der Wiederaufbau der rund 16 Kilometer langen Fernbahnstrecke zwischen Berlin Südkreuz und Blankenfelde markiert einen wichtigen Meilenstein für die Entflechtung des Verkehrsknotens Berlin. Die neue Verbindung entlastet die Anhalter Bahn und verkürzt die Fahrzeit zwischen Berlin und Dresden um etwa zehn Minuten. Gemeinsam mit dem weiteren Ausbau der Strecke Berlin–Dresden ist die Dresdner Bahn Teil des transeuropäischen Korridors 7 (TEN 7), der über Prag bis zum Schwarzen Meer führt.

Mit Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro durch den Bund, die Länder Berlin und Brandenburg sowie die DB AG ist die Dresdner Bahn nun leistungsfähig und zukunftsfähig für die Anforderungen des modernen Nah- und Fernverkehrs. Zum Fahrplanwechsel profitiert insbesondere die Region Berlin-Brandenburg von einer verbesserten Anbindung an den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER). Die neu errichtete Verbindungskurve, die sogenannte Mahlower Kurve, bindet den Flughafen im 15-Minuten-Takt an den Berliner Hauptbahnhof an – bei einer Fahrzeit von rund 20 Minuten. Auch der Regionalverkehr wird deutlich gestärkt: Der neu errichtete Bahnhof Blankenfelde ermöglicht einen komfortablen Umstieg zwischen S- und Regionalbahn an einem kombinierten Bahnsteig.

Bereits in den Jahren 2000 und 2003 plante SSF Berlin im Rahmen von Vorsorgemaßnahmen den Stahlbetonrahmen der Eisenbahnüberführung Prellerweg sowie ein Kreuzungsbauwerk. Im Jahr 2022 wurde der Planungsumfang durch SSF um die beiden Preflexüberbauten der EÜ Attilastraße und der EÜ Bahnhofsstraße, den Stabbogen der EÜ Teltowkanal sowie den Stahlbetonrahmen der EÜ Berliner Straße vervollständigt. Am Gesamtprojekt der Sanierung Dresdner Bahn war auch die Bauüberwachung des SSF Standorts Berlin beteiligt. Siehe hierzu: Newseintrag vom 5. Dezember 2025.

Aufgrund der langen Standzeiten der Bauwerke bis zur Inbetriebnahme waren erneute Untersuchungen erforderlich, insbesondere im Hinblick auf dynamische Effekte und mögliche Resonanzrisiken infolge fortgeschriebener Regelwerke. Diese Fragestellungen wurden im Rahmen der Ausführungsplanung bearbeitet. Für die Bauwerke aus den Jahren 2000/2003 wurden die Prüfsachverständigen Richard Buba und Andreas Baumhauer mit der Erstellung einer gutachterlichen Stellungnahme beauftragt.

Dank des engagierten Zusammenspiels aller Beteiligten konnten sämtliche Voraussetzungen für die Inbetriebnahme fristgerecht geschaffen werden. Damit stand der feierlichen Eröffnung der Dresdner Bahn am 13. Dezember 2025 nichts mehr im Wege.