EÜ Geltendorf
31. August 2026
Neue Eisenbahnüberführung wird verschoben
Gleich zwei Eisenbahnüberführungen werden derzeit auf der Strecke München–Buchloe erneuert: Neben der EÜ über den Waldweg bei Geltendorf wird auch die EÜ über die Burgstallstraße bei Untermühlhausen ersetzt. Beide Bauwerke werden dabei neben den Gleisen hergestellt und anschließend in ihre endgültige Lage verschoben.
In der Nacht vom 29. auf den 30. August war es bei Geltendorf so weit: Die neue Eisenbahnüberführung wurde nach dem Abbruch des bestehenden Bauwerks in ihre endgültige Position unter den Gleisen verschoben. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des Ersatzneubaus erreicht.
Das neue Bauwerk wurde seitlich der Bahnstrecke als Stahlbeton-Vollrahmen mit Schrägflügeln hergestellt. Im Rahmen eines Nebenangebots optimierte SSF unter anderem das Verschubsystem auf zwei statt drei Verschubbahnen, die Herstellbaugrube durch Minimierung des Aushubs sowie den Verbau. Auch das Bauwerk selbst wurde durch reduzierte Wand- und Sohlstärken, den Verzicht auf Stummelflügel sowie optimierte Flügellängen und -geometrie angepasst.
Durch die Vorfertigung abseits der Gleise konnte die eigentliche Einbauphase auf die notwendige Sperrpause konzentriert werden. Der Verschub erfolgte aufgrund von Zwangspunkten durch nahe am Bauwerk stehende Oberleitungsmasten schief in einem Winkel von 115° zum Gleis. Dabei wurde das rund 800 Tonnen schwere Bauwerk über eine Strecke von knapp 30 Metern in seine endgültige Lage verschoben. Die Realisierung des Bauwerks einschließlich des Verschubs erfolgte durch die Firma Assner.
Mit dem erfolgreichen Verschub der EÜ Geltendorf ist nun ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Erneuerung der beiden Eisenbahnüberführungen abgeschlossen. SSF bedankt sich bei der Firma Assner, der DB InfraGO sowie allen weiteren Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit und die erfolgreiche Umsetzung des Projekts.